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Korea 2001

11.02. 21.30 / Delphi
12.02. 10.00 / CinemaxX 3
12.02. 15.00 / Arsenal 1
13.02. 19.00 / Babylon

Format: 35 mm, 1:1.66, s/w (gedreht auf DV)
Länge: 92 Minuten, 25 B/Sek.
Sprache: koreanisch

Camel(s) ist ein Film ohne Geschichte, mit einer sparsamen Handlung. Ein Paar mittleren Alters verbringt eine Nacht in einer kleinen Stadt am Meer in der Nähe von Seoul. Beide haben Familie und verbinden Erinnerungen mit diesem Ort, der zu ihrer Schulzeit ein Fleck auf der Landkarte war und nun überfüllt ist mit Fischrestaurants, Karaokebars und Stundenhotels. Park Ki-Yong: „Zu Beginn der Dreharbeiten existierte nur ein kurzer Abriss der Handlung: der Hintergrund der Figuren, wie sie sich getroffen haben, auf eine Wochenendreise gehen und was sie in der Nacht am Meer unternehmen. Das Ende war offen. Danach suchten wir zuerst den Drehort aus, dann diskutierten wir eine Zeit lang über die Dialoge der Figuren und was für Gefühle sie an diesem Ort bewegen. Den Rest entschieden die Schauspieler. Die Crew – auch ich – ließ sich überraschen. Ich glaube, dass diese Art der Improvisation, wie bei Jazz-Musikern, der entscheidende Faktor dieses kleinen Digitalfilms ist. Ich wollte nichts von Anfang an festlegen und habe versucht, alle konventionellen Methoden des Filmemachens soweit wie mölich zu umgehen. Das Schlüsselbild während der Dreharbeiten waren für mich Kamele, die geistesabwesend durch die Wüste ziehen. Das Plural-S erklärt sich aus der Tatsache, dass die Frau und der Mann zwar zusammen sind, aber sie wissen, dass sie nur eine kurze Zeit gemeinsam verbringen werden.“ [aus dem Forumprogramm]

1 Wie würden Sie die Ästhetik Ihres Films beschreiben?

Nicht “Bilder-schaffend” wie bei Spielfilmen auf Film sondern eher “abbildendes” Arbeiten, einzuordnen irgendwo zwischen Spielfilm und Dokumentarfilm.

2 Warum entschieden Sie sich, diesen Film auf DV zu drehen?

Ich habe DV gewählt, um einen low-low-budget Film zu machen, in dem ich völlige künstlerische Freiheit habe.

3 Was war besonders daran, auf DV zu drehen (verglichen z.B. mit 16 oder 35mm)? War es für Sie das erste Mal, oder kannten Sie das Format schon?

Es war mein erster Dreh mit DV. Ich habe zuvor Filme auf 35mm und 16mm gemacht, und ich dachte mir, mit DV muß ich meine übliche filmische Sprache ändern. Ich dachte mir, ich muß eine neue Filmsprache finden für das digitale Filme-machen.

4 Welche Kamera und Schnittsoftware haben Sie verwendet?

Wir haben eine Sony DSR-PD100A(PAL) benützt, und auf einem PC mit Premiere geschnitten

5 Welches Drehverhältnis hatte der Film?

16:9 / wide screen.

6 Hätten Sie im nacherein vielleicht doch lieber ein anderes Format gewählt?

Bei diesem Film bin ich noch immer der Meinung, DV war die richtige Entscheidung.

7 Da Sie schon auf DV drehen - würden Sie auch andere Distributionsmöglichkeiten als die heute etablierten in Betracht ziehen? Wenn ja, welche?

Nein, ich werde meinen Film auf traditionellem Wege distribuieren.

8 Ein gutes Wort (oder zwei) über DV:

Billig

9 Ein schlechtes Wort (oder zwei) über DV:

  keines

 

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