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1 Wie würden Sie die Ästhetik Ihres Films beschreiben?
"Looking for Busi" ist ein 55minütiger Dokumentarfilm, der eine
Kombination von Cinema Verité und formalen Interviewtechniken nutzt.Der Film wurde über einen Zeitraum von einem Jahr gedreht und ist überwiegend freihand gefilmt - ich habe überwiegend mit den natürlichen
Lichtverhältnissen gearbeitet und zwei-,dreimal Sunguns und Reflektoren genutzt.
2 Warum entschieden Sie sich, diesen Film auf DV zu drehen?
Es gab eine Reihe von Gründen, weshalb ich mich entschlossen habe, auf DV zu
drehen - Kosten waren ein wichtiger Grund - ichhabe meine eigene Sony PD 150 gekauft und weil ich den Film über ein Jahr gedreht habe, ständig beobachtend, was passiert, war es sehr nützlich, schnellen Zugriff auf
die Kamera zu haben. Ich hätte den Film anders gar nicht machen können. Zudem habe ich in Situationen gefilmt, wo ich sehr wenig Licht zur Verfügung hatte und die PD 150 hat hier sehr gut funktioniert. Ich war in
einigen sehr intimen Situationen, wo es wirklich hilfreich war, mit einem Ein-oder Zwei-Mann-Team und einer kleinen Kamera unterwegs zu sein.
3 Was war besonders daran, auf DV zu drehen (verglichen z.B. mit 16oder
35mm)? War es für Sie das erste Mal, oder kannten Sie das Format schon?
Ich habe bisher keine 35mm Erfahrung
4 Welche Kamera und Schnittsoftware haben Sie verwendet?
Ich habe mit einer Sony PD150 gefilmt und auf AVID geschnitten
5 Welches Drehverhältnis hatte der Film?
Mein Drehverhältnis war sehr hoch - 80:1 Ich habe eine Menge Tapes benutzt,
weil ich nie wissen konnte, wann was geschieht.
6 Hätten Sie im nacherein vielleicht doch lieber ein anderes Format gewählt?
Nein, ich war sehr glücklich mit dem Format - Ich bin keine
"Kamerafrau" als solcher und dies war meine erste eigene Dreh-Erfahrung und ich habe die Mini-Dv_Kamera als leicht, und umgänglich schätzen gelernt.
7 Da Sie schon auf DV drehen - würden Sie auch
andereDistributionsmöglichkeiten als die heute etablierten in Betracht ziehen? Wenn ja, welche?
Nein, die Firma, für die ich arbeite, aktiviert die bekannten Kanäle bei der
Distribution, obwohl sie den Film auch zu einem beträchlichen Teil über "non-broadcast" - Strukturen distribuiert. Zum Beispiel durch Organisationen, die in ländlichen Gebieten Südafrikas arbeiten. Dort
wird der Film mit Hilfe eines mobilen Video-Wagens gezeigt.
8 Ein gutes Wort (oder zwei) über DV:
Ich kann nur von meiner sehr limitierten Erfahrung sprechen - Ich denke, dass
DV, vor allem Mini-DV das Filmemachen leichter zugänglich macht und dass das geringe Gewicht des Equipments es auch Frauen leichter macht.
9 Ein schlechtes Wort (oder zwei) über DV:
Man muss innerhalb der Limitierungen des Mini-DV-Formats arbeiten - es ist kein
professionelles Equipment.
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