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Österreich 2001, 85 min, DV (ausgespielt auf digiBeta 16:9)
do 8.2, 14h / arsenal1
fr 9.2, 12.30h und 20h / cinestar5
Ein Kommentar zu den fremdenfeindlichen Tendenzen in Europa ist Ruth Beckermanns Homemad(e), das Porträt einer Wiener Gasse und ihrer Bewohner, ein Plädoyer für kulturelle Vielfalt angesichts einer xenophoben Regierungspolitik. [aus dem forumprogramm]
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1 Wie würden Sie die Ästhetik Ihres Films beschreiben?
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bewußt "homemad(e)", falls mit Ästhetik Licht, Korn, kurz "Schönheit"
gemeint ist. Die Dramaturgie des Films unterscheidet sich nicht wegen des
Formats.
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2 Warum entschieden Sie sich, diesen Film auf DV zu drehen?
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Ich wollte ein Jahr lang jederzeit die Möglichkeit haben, zu drehen. Ich
wollte ausprobieren, wie ich allein und mit Team mit dem Thema und der
Technik umgehe und wie sich die verschiedenen Arbeitsweisen unterscheiden. Im
Film "homemad(e)" gibt es Sequenzen, die ich allein drehte und solche, wo wir
zu zweit und zu dritt waren.
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3 Was war besonders daran, auf DV zu drehen (verglichen z.B. mit 16 oder 35mm)? War es für Sie das erste Mal, oder kannten Sie das Format schon?
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Man dreht viel zu viel. Man muß die Intensität, die bei Film durch das
Laufen des teuren Materials entsteht, anders erzeugen.
Bei "Jenseits des Krieges" dreht ich auf High8.
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4 Welche Kamera und Schnittsoftware haben Sie verwendet?
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Sony
Final Cut Pro
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5 Welches Drehverhältnis hatte der Film?
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1:20
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6 Hätten Sie im nacherein vielleicht doch lieber ein anderes Format gewählt?
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nein
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7 Da Sie schon auf DV drehen - würden Sie auch andere Distributionsmöglichkeiten als die heute etablierten in Betracht ziehen? Wenn ja, welche?
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In jedem Fall meine ich, daß Filme, wie ich sie mache, d.h. Filme am Rand
des Filmgeschäfts, nur durch die Produzenten selbst oder Liebhaber dieser
"Ware" verkauft werden.
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8 Ein gutes Wort (oder zwei) über DV:
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man kann allein arbeiten, die Kamera wird mehr zum "stylo".
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9 Ein schlechtes Wort (oder zwei) über DV:
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man sitzt mit viel Material im Schneideraum und zahlt ein Vermögen für die
Postproduktion.
[Ruth Beckermann was born in Vienna. She studied art history, journalism and photography in Tel Aviv, Vienna and New York. She is an author and film-maker. Selected publications: ‘Die Mazzesinsel’ (1984), ‘Unzugehörig’ (1989), ‘Ohne Untertitel. Fragmente einer Geschichte des österreichischen Kinos / Without Subtitles. Fragments of a History of Austrian Cinema’ (Hg. zusammen mit Christa Blümlinger, 1996).
Films :1977: Arena besetzt. 1978: Auf amol a Streik. 1981: Der Hammer steht auf der Wies’n da draussen. 1984: Wien retour. 1987: Die papierene Brücke. 1991: Nach Jerusalem (Forum 1991). 1996: Jenseits des Krieges (Forum 1997). 1999: Ein flüchtiger Zug nach dem Orient (A Fleeting Passage to the Orient; Forum 2000). 2001: HOMEMAD(E).]
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